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"Meine Augen sind Löcher, sie schlucken das Licht.

Meine Ohren erinnern nichts. Mein Mund ist eine Blase, aus der nur die Zunge sich würmt.

Aber der Kopf - der Kopf ist mir mit Lettern voll."

Über O.

O. ist fort. Niemand weiß, wohin. Niemand weiß, warum. Von ihr geblieben sind nur materielle Lebenszeugnisse, digitale Traces und unzählige lückenhafte Erinnerungen. Eine Fülle an Material, aus dem sich aber nur dürftig ein ganzes Leben rekonstruieren lässt. Die Spuren verlieren sich, nach einem Jahr kümmert sich niemand mehr darum - bis sie eintrifft, eine Nachricht von O.

 

Nachricht von O. ist als interaktives, spartenübergreifendes Hörspiel im digitalen Raum konzipiert. In Texten, Videos und Fotografien konstruieren Autor*innen des Kollektivs plattform eine Verschwundene, einen Prototypus: O. - Ophelia, Zero, der geschlossene Kreis.

Eine Website wird zur digitalen Erinnerungskammer, zu einem Raum für Projektionen, Nachforschungen, Mutmaßungen.

 

Ab 27. November können dort Besucher*innen selbstständig durch das Material navigieren und O.s Spuren aufnehmen.

Text und Konzept: Kerstin Hatzi, Florian Labitsch, Kathrin Liess, David

Wimmer

Ausstattung: Rosa Wallbrecher

O.: Nataya Sam

Video-Schnitt: David Wimmer

Website: Kerstin Hatzi, Moritz Ruhs

Technische Betreuung: Thomas Grassegger

Artwork O.: Julia Klemmer
Studio: ARTist's Graz

Basierend auf Motiven von Roman Senkl, minuseins

 

 
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„Menschen ziehen sich Tag für Tag mehr zurück in einen hybriden Raum, eine zweifelhafte Wirklichkeit. 

Sie verschwinden in einer Welt aus Zahlen und Daten, in einer postfaktischen Realität, die sie loszulösen scheint von allem Konkreten und jeglicher Materialität. Wir verschwinden und doch hinterlassen wir Spuren in allem, was wir tun.“

 

die plattform

Die plattform ist ein offenes Grazer Autor*innenkollektiv, das im Kollektiv literarische Projekte erarbeitet und diese multimedial in Szene setzt. Gegründet wurde das Kollektiv 2005 von Clemens Setz, Roman Senkl, Sonja Harter und Georg Petz, Autor*innen der letzten Jahre waren u. a. Valerie Fritsch, Gerhild Steinbuch, Reinhard Lechner, Sophie Reyer und Christoph Szalay.

In einer fruchtvollen Kooperation mit dem Literaturhaus Graz sind im Laufe der letzten 15 Jahre unterschiedlichste Veranstaltungs- u. Lesungsformate entstanden, in denen die Autor*innen der plattform stets nach zeitgemäßen Präsentationsformen für zeitgenössische Literatur gesucht und diese auch erprobt haben. Außerdem bildet der kritische Austausch über selbstverfasste Texte einen wesentlichen

Bestandteil der Plattform-Arbeit. Neben Performances und Lesungen versteht sie sich auch als Anlaufstelle für junge Schreibende, die noch am Anfang ihrer literarischen Entwicklung stehen.

Aufbauend auf der Lesung „Wo ist O?“ im Juni 2019 im Literaturhaus Graz setzt sich die plattform wieder intensiv mit der Thematik des Verschwindens im digitalen Zeitalter auseinander und nimmt die Spurensuche rund um O. erneut auf.

„Ich will das niederschreiben. Mich auf das Papier bringen. Neu verfassen. Aber ich finde den Ausdruck nicht. Alles schon gesagt, von anderen. Zu denen ich nicht gehöre.

Und dennoch - Ich bin noch nicht auserzählt.“ 

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